Christophorus-Schule Düren

 
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Comenius-Projektwoche

 

Internationales Treffen an der Christophorus-Schule in Düren

 

von: A. Riemekasten und P. Trauth

 

Englische, finnische, tschechische und deutsche Fahnen wohin man schaute. Der gesamte Eingangsbereich der Christophorus-Schule geschmückt in den Farben der vier Länder. Da hatten die Schülerinnen und Schüler ganze Arbeit geleistet! Anlass war eine große Projektwoche, die unter dem Projektmotto: Showing me- Showing you „Zeig es mir - ich zeig es dir“ vom 16.-20. Mai an der Christophorus-Schule in Düren stattfand.

 

 

Die Christophorus-Schule beteiligt sich seit vielen Jahren an Comenius-Austauschprojekten. Der   Pädagogische Austauschdienst (PAD), der die einzelnen Projekte finanziert, hat das Comenius- Programm ins Leben gerufen, um Schulen einen internationalen Schüleraustausch innerhalb der EU zu ermöglichen. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer bekommen so die Möglichkeit, andere Schulen, Schulsysteme und kulturelle Eigenheiten besser kennenzulernen.

Das aktuelle Projekt der Christophorus-Schule erreichte nun mit einer Projektwoche seinen Höhepunkt. Gleichzeitig bedeutete dies jedoch auch, dass es galt, Abschied zu nehmen. 32 Teilnehmer, Lehrerinnen und Lehrer wie auch Schülerinnen und Schüler aus England, Finnland und Tschechien waren nach Düren gekommen, um zwei Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern und -partnerinnen zu feiern.

Im Laufe des Projektes hatten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig Pakete und Briefe geschickt und eMails geschrieben. Einzelne Schülerinnen und Schüler bekamen sogar die Chance, ihre Partnerschule zu besuchen. Neben der Projektarbeit in ihren Klassen hatten die verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer auf regelmäßig stattfindenden Projekttreffen die Möglichkeit, die Austauscharbeit zu koordinieren, die konkreten Inhalte des Projektes gemeinsam zu planen und sich über die unterschiedlichen Schulsysteme auszutauschen.

War es jedes Mal schon aufregend und interessant für die Schülerinnen und Schüler, die Pakete und Briefe von den Partnerschulen in Nottingham (England), Oulu (Finnland) und Karvina (Tschechien) zu erhalten, so war die Freude in der Comenius-Woche umso größer, als man die Menschen „hinter den Briefen“ persönlich kennen lernen konnte.


Die Woche startete innerhalb der Christophorus-Schule mit einer großen Schulversammlung, bei der die Gäste allen Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern vorgestellt wurden. Neben dem Besuch der Partnerklassen und den gemeinsamen Mahlzeiten war der Schulalltag in dieser Woche geprägt von Unterrichtsangeboten der ausländischen Gäste. Hier wurden der typische und auch bei uns so beliebte tschechische kleine Maulwurf gebastelt – bei uns aus der „Sendung mit der Maus“ bekannt -, englische Cookies gebacken und finnische Sportarten ausprobiert. Alle Schülerinnen und Schüler waren begeistert von den angebotenen Aktionen und konnten einmal mehr über den Horizont der eigenen Schule hinaus schauen.

Die gemeinsame Zeit wurde jedoch nicht nur in der Christophorus-Schule verbracht. Am Mittwoch wunderten sich sicherlich einige Pendler über den Strom von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern, der sich zum Bahnsteig 3 in Düren aufmachte. 60 Leute unterschiedlicher Nationen machten sich auf den Weg nach Köln, um dort einen gemeinsamen Tag zu verbringen. Dieser startete mit einer Seilbahnfahrt über den Rhein und einem Picknick im Rheinpark und ging weiter mit der Besiegelung der Comenius-Partnerschaft an der legendären Hohenzollernbrücke. Nach einer kleinen Ansprache, die der schönen und spannenden Projektzeit gedachte, wurde ein Schloss mit den Länderinitialien an der Brücke angebracht, dessen Schlüssel Schüler und Schülerinnen der Gastländer in den Rhein warfen, um so die Partnerschaft ewig andauern bzw. unvergesslich werden zu lassen.

         

 

Während der gesamten Woche waren die Comenius-Gäste im Waldheim Schlagstein untergebracht, wo sie sich sehr wohl fühlten. Jeden Tag haben dort  zusätzlich einige deutsche Schülerinnen und Schüler sowie die entsprechenden Lehrkräfte Zeit mit den Gästen verbracht und auch dort übernachtet. Eine Disko, ein Spieleabend oder auch das Zusammensitzen am Lagerfeuer waren sicherlich nur einige Höhepunkte der gemeinsamen Zeit im malerischen Untermaubach.

Doch auch eine ereignisreiche Zeit geht dem Ende zu und so wurden die Gäste am Freitag in Düren am Bahnhof verabschiedet. Allen gemeinsam bleibt der Eindruck einer Woche, in der Schülerinnnen und Schüler und Lehrkräfte sprachliche und kulturelle Barrieren überwunden und viele unvergessliche Erfahrungen mitgenommen haben.