Konzept Unterstützte Kommunikation
„Kommunizieren heißt die Umwelt wahrnehmen, Interesse an ihr entwickeln, mit ihr in Kontakt treten, einen Dialog mitbeinflussen und mitgestalten“(Kristen 1997, 34).
Die Fachkonferenz Unterstützte Kommunikation hat sich vor einigen Jahren gebildet, um dem steigenden Bedarf an Austausch und Information, Beratung und Fortbildung der KollegInnen an der Christophorus-Schule Rechnung zu tragen, der sich aus der Förderung von SchülerInnen mit fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur verbalen Kommunikation ergibt. Unterstützte Kommunikation kann diesen SchülerInnen Wege bieten, sich mitzuteilen und zu erleben und in ihren Äußerungen verstanden zu werden.
Im Hinblick auf die Integration und (Weiter-)Entwicklung neuer Konzepte in unser Schulprogramm ergeben sich durch die Unterstützte Kommunikation vielfältige Aspekte und Möglichkeiten, die in ständiger Veränderung und Erneuerung die individuelle Förderung unserer SchülerInnen beeinflussen und bereichern.
Im Hinblick auf die Integration und (Weiter-)Entwicklung neuer Konzepte in unser Schulprogramm ergeben sich durch die Unterstützte Kommunikation vielfältige Aspekte und Möglichkeiten, die in ständiger Veränderung und Erneuerung die individuelle Förderung unserer SchülerInnen beeinflussen und bereichern.
Unterstützte Kommunikation ist die deutsche Bezeichnung für das Fachgebiet AAC (Augmentative and Alternative Communication), „das sich die Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit schwer verständlicher bzw. fehlender Lautsprache zum Ziel gesetzt hat“ (Braun 2005, 1). Unterstützte Kommunikation ist für ganz unterschiedliche Menschen relevant. Von Tetzchner/Martin (2000) unterscheiden drei Zielgruppen:
1. Menschen, die Lautsprache gut verstehen können, aber unzureichende Möglichkeiten besitzen, sich selbst auszudrücken.
2. Menschen, die Unterstützung zum Lautspracherwerb benötigen, bzw. deren lautsprachliche Fähigkeiten nur dann verständlich sind, wenn sie bei Bedarf über ein zusätzliches Hilfsmittel verfügen.
3. Menschen, für die Lautsprache als Kommunikationsmedium zu komplex ist und die daher eine geeignete Alternative benötigen (vgl. ebd.).
Unterstützte Kommunikation lässt sich als einen Ansatz der „totalen Kommunikation“ bezeichnen, d.h. sämtliche Möglichkeiten, einem nichtsprechenden Menschen ein wirksames Kommnikationssystem bereitzustellen, werden genutzt, dabei ist das einzige maßgebliche Kriterium die Effektivität für den jeweiligen Benutzer.
Durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation können Menschen ohne ausreichende Lautsprache erleben, dass sie ihre Umwelt beeinflussen können, in dem sie kommunizieren. Daraus folgt eine Stärkung des Selbstwertgefühls, eine Intensivierung persönlicher Beziehungen und eine bessere gesellschaftliche Integration (vgl. Kristen 1997, 26)
Durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation können Menschen ohne ausreichende Lautsprache erleben, dass sie ihre Umwelt beeinflussen können, in dem sie kommunizieren. Daraus folgt eine Stärkung des Selbstwertgefühls, eine Intensivierung persönlicher Beziehungen und eine bessere gesellschaftliche Integration (vgl. Kristen 1997, 26)
Unterstützte Kommunikation – Ein Überblick

Literatur:
Kristen, U.: Praxis Unterstützte Kommunikation. Eine Einführung. Düsseldorf 1997
Von Tetzchner, S.; Martinsen, H.: Einführung in die Unterstützte Kommunikation. Heidelberg 2000
Bedeutsame Aspekte und Intentionen der UK-Fachkonferenz an der Christophorus-Schule:
| Organisation kollegiumsinterner Fortbildungen
| Verwaltung der UK-Medien, themenspezifischer Literatur etc.
| Wartung und Erweiterung der Hilfsmittelsammlung und des schulinternen Gebärdenkataloges
| Konzeptionelle Überlegungen bezogen auf UK verfolgen und auf Förderung der eigenen Schülerschaft übertragen
| Beratung von KollegInnen und Eltern bezüglich
a) der Anschaffung und Beantragung von elektronischen Hilfsmitteln
b) der Erstellung von individuellen nichtelektronischen Hilfsmitteln
c) der Möglichkeiten körpereigener Kommunikationsformen z.B. lautsprachbegleitende Gebärden
| regelmäßige Teilnahme am Arbeitskreis „Unterstützte Kommunikation“ der Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung der Bezirksregierung Köln
| Kooperation mit der Stephanusschule in Selgersdorf, Austausch über die Arbeit im Bereich „Unterstützte Kommunikation“
In den letzten Jahren hat die Fachkonferenz viele Prozesse und Entwicklungen im Bereich Unterstützte Kommunikation initiieren können.
Im folgenden sollen beispielhaft einige wichtige Aspekte erläutert werden.
Die Christophorus-Schule ist insgesamt in Stufen (Vor-/Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Berufspraxisstufe) organisiert.
Im Schuljahr 2009/2010 hat sich die Fachkonferenz entschieden, die Verwaltung und Wartung der verschiedener Hilfsmittel und Medien ebenfalls in die Hand der Stufen zu geben.
| In jeder Stufe gibt es zwei verantwortliche UK-Personen, die die Hilfsmittel und Medien verwalten und ihre StufenkollegInnen hinsichtlich deren Einsatzmöglichkeiten und anderer kommunikationsspezifischer Aspekte beraten können.
| Jede Stufe erhält ein „Stufenkontingent“ an Hilfsmitteln, was immer wieder erweitert werden soll. Diese Kontingent beinhaltet unter anderem
- BIGmacks
- GoTalks
- PowerLink
- Verschiedene Tasten
- Ansteuerungsmöglichkeiten für den PC (Tasten, SwitchInterface)
- Stufenspezifische Software (z.B. KlickTool, CatchMe etc.)
- Allgemeine Schulsoftware (z.B. Simbolo, schulinterne Gebärdensammlung, Gebärdenbaukasten)
| Weitere Hilfsmittel und Medien, wie z.B. ansteuerungsfähige Spielzeuge, All-Turn-it-Spinner, Bücher, Kataloge, verschiedene Gebärdensammlungen etc. werden weiterhin von der UK-Beauftragten (A. Riemekasten) in der Lehrerbücherei verwaltet und können dort entsprechend ausgeliehen werden.
AnsprechpartnerInnen für den Bereich Unterstützte Kommunikation
Vor-/Unterstufe: J. Voss, M. Müller
Mittelstufe: M. Huckewitz, B. Leuk
Oberstufe: A. Riemekasten, G. Kalberla
BPS: S. Krumkamp, M. Eulenbruch
Kollegiumsinterne Fortbildungen
In den letzten Schuljahren haben verschiedene kollegiumsinterne Fortbildungen zum Thema Unterstützte Kommunikation stattgefunden.
Unter anderem wurden folgende Aspekte behandelt:
| Einsatz von einfachen elektronischen Hilfsmitteln (Fa. Prentke Romich und KollegInnen)
| Nutzen vom Boardmaker-Programm für das Erstellen von Talker-Auflagen, Unterrichtsmaterialien etc. (KollegInnen - eine beispielhafte Anleitung zum Erstellen einer Boardmaker-Auflage kann als pdf-Dokument heruntergeladen werden)
| Einsatz von Gebärden an einer Förderschule GG (KollegInnen und Loorens Köln)
| TEACCH (KollegInnen - die Präsentation kann als pdf-Dokument heruntergeladen werden)
| Nutzem vom Programm „Gebärdenbaukasten“ für die Erstellung von Gebärdenmappen und Arbeitsblättern (KollegInnen)
| Einführung in die Nutzung des schulinternen Gebärdenkataloges auf CD (KollegInnen)
In den folgenden Monaten ist eine weitere „Gebärdenfortbildung“ und ein Austausch über „Kern- und Randvokabular in der Unterstützten Kommunikation“ angedacht.
Lautsprachunterstützende Gebärden an der Christophorus-Schule
Seit einigen Schuljahren entwickeln und erweitern die KollegInnen der Fachkonferenz UK einen schulinternen Gebärdenkatalog, der allen MitarbeiterInnen der Schule auf CD oder in Form eines Ordner in der Lehrerbücherei zur Verfügung steht. Die Gebärden richten sich nach den Gebärden der Deutschen Gebärdensprache (DGS) für den Raum Rheinland. Nach einer schulinternen Fortbildung seitens Loorens Köln (s. www.loorens.de) im Jahr 2008 hat der alltägliche Einsatz von Gebärden im Unterricht immer mehr Einzug in viele Klassen gehalten.
Dabei haben wir uns als Schule auf den Lautsprachunterstützenden Gebärdeneinsatz geeinigt, bei dem lediglich Schlüsselwörter gebärdensprachlich umgesetzt werden.
Seit einigen Schuljahren haben wir in der gesamten Schule eine Fachraumbeschilderung eingeführt, bei der Schrift, Symbol und Gebärde eine wichtige Rolle einehmen. Für die meisten Symbole verwenden wir hierbei die Metacom-Symbole (www.metacom-symbole.de), da sie sehr passend und ansprechend erscheinen und wir diese auch auf unserer Schulhomepage nutzen dürfen.
Beispiel:

Schulhof
Jede Woche erscheint zusätzlich eine Gebärde der Woche, die an zwei Stellen im Schulgebäude für die SchülerInnen und KollegInnen aufgehängt wird. Die Gebärde der Woche sollte zum einen thematische Begriffe wie „Personen in der Schule“, „Begrüßungen“, „Jahreszeitliche Begriffe“ etc., zum anderen aber auch Begriffe des sogenannten „Kernvokabulars“ darstellen. Hiermit soll allen SchülerInnen der Schule – auch den Ober- und BerufspraxisstufenschülerInnen - die Verwendung von Gebärden nahe gebracht werden. Die entsprechenden Gebärden werden auch in der Schülerzeitung abgedruckt und finden sich auf der Homepage wieder.
Für einen möglichen Einsatz in der Klasse wird eine Kopiervorlage in den Kopierraum gehängt, die anderen farbigen Vorlagen befinden sich in einem Ordner im UK-Schrank.
Für einen möglichen Einsatz in der Klasse wird eine Kopiervorlage in den Kopierraum gehängt, die anderen farbigen Vorlagen befinden sich in einem Ordner im UK-Schrank.
Zur Thematik Gebärdeneinsatz an der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung kann ein Skript des UK-Arbeitskreises als pdf-Dokument heruntergeladen werden.
Ausblick
Zur Zeit besteht die Fachkonferenz „Unterstützte“ Kommunikation nicht, dennoch treffen sich einige KollegInnen (s. UK-AnsprechpartnerInnen) regelmäßig, um die UK-Arbeit an der Christophorus-Schule weiterzuentwickeln.
Dabei steht immer wieder im Vordergrund, dass allen KollegInnen viele Ressourcen möglichst gut zugänglich sein sollten.
Dazu gehören vor allen Dingen die PCS-Symbole des Boardmaker-Programms (zur Erstellung von Stundenplänen, Arbeitsblättern etc.), die Gebärden des schulinternen Kataloges und aktuelle Gebärden („Gebärdenbaukasten“, „Gebärden der Woche“, Lieder mit Gebärden etc.), sowie Ideen für Visualisierungs- und Strukturierungshilfen für unsere Schülerschaft (Erstellen eines Ordners).
Durch die Verwaltung vieler elektronischer Hilfsmittel und Software in den Stufen, sind diese Hilfsmittel z.T leichter für die KollegInnen zugänglich und werden so häufiger genutzt. Durch die AnsprechpartnerInnen in den Stufen scheint die Multiplikation der vorhandenen Ressourcen einfacher.
Anzudenken wäre ebenfalls ein Elternabend zum Thema „Unterstützte Kommunikation“ sowie eine engere Zusammenarbeit mit der WfbM und anderen Institutionen (z.B. SPZ, Kindergärten etc.) in diesem Bereich.
Thematisch geordnete Literaturvorschläge können ebenfalls als pdf-Dokument heruntergeladen werden.
Bei Nachfragen kann man sich gerne an A. Riemekasten (UK-Beauftragte) wenden.
Ausblick
Zur Zeit besteht die Fachkonferenz „Unterstützte“ Kommunikation nicht, dennoch treffen sich einige KollegInnen (s. UK-AnsprechpartnerInnen) regelmäßig, um die UK-Arbeit an der Christophorus-Schule weiterzuentwickeln.
Dabei steht immer wieder im Vordergrund, dass allen KollegInnen viele Ressourcen möglichst gut zugänglich sein sollten.
Dazu gehören vor allen Dingen die PCS-Symbole des Boardmaker-Programms (zur Erstellung von Stundenplänen, Arbeitsblättern etc.), die Gebärden des schulinternen Kataloges und aktuelle Gebärden („Gebärdenbaukasten“, „Gebärden der Woche“, Lieder mit Gebärden etc.), sowie Ideen für Visualisierungs- und Strukturierungshilfen für unsere Schülerschaft (Erstellen eines Ordners).
Durch die Verwaltung vieler elektronischer Hilfsmittel und Software in den Stufen, sind diese Hilfsmittel z.T leichter für die KollegInnen zugänglich und werden so häufiger genutzt. Durch die AnsprechpartnerInnen in den Stufen scheint die Multiplikation der vorhandenen Ressourcen einfacher.
Anzudenken wäre ebenfalls ein Elternabend zum Thema „Unterstützte Kommunikation“ sowie eine engere Zusammenarbeit mit der WfbM und anderen Institutionen (z.B. SPZ, Kindergärten etc.) in diesem Bereich.
Thematisch geordnete Literaturvorschläge können ebenfalls als pdf-Dokument heruntergeladen werden.
Bei Nachfragen kann man sich gerne an A. Riemekasten (UK-Beauftragte) wenden.











