Christophorus-Schule Düren

 
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Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen/ Gewaltprävention an der Christophorus-Schule

 

I Allgemeine Kriterien für die Gewaltprävention

(In Anlehnung an die Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz: "Was hilft gegen Gewalt?")

Übergeordnetes Ziel ist es, ein soziales Klima zu schaffen, in dem sich alle sicher und wohl fühlen können.

1. Persönliche und fachliche Kompetenzen

•    Notwendig sind soziale, emotionale und kommunikative Kompetenzen
•    Grundlage ist eine gute Beziehung zwischen Lehrern und Schülern
•    Lehrpersonen als positives Vorbild (Reflexion des eigenen Verhaltens notwendig)
•    Eine gute Konflikt- und Streitkultur an der Schule
•    Hilfe von außen einbeziehen (Fortbildungen, Supervisionen)

2. Merkmale wirksamer Präventionsprogramme

•    Orientierung an Schutzfaktoren: vertrauensvolle, stabile Beziehung, Fördern, Fordern und Kontrollieren; Grenzen setzen ohne Demütigung
•    Frühe Hilfen
•    Positive Bindungen an Schule,Klasse, Gleichaltrige
•    Humor
•    Einbindung in das schulische Leben
•    Orientierung an Pädagogischen Grundprinzipien:

-Jeder Mensch muss fair und respektvoll behandelt werden. Verurteilt wird das Fehlverhalten, nicht der Mensch
-Akzeptiert werden nur gewaltfreie Konfliktlösungen
-Gewaltvorkommnisse dürfen nicht ignoriert oder verdrängt werden, sondern müssen offensiv zum Thema gemacht werden
-Gewalt muss konsequent geahndet werden, aber Sanktionen dürfen niemals feindselig oder demütigend sein.

•    Einigung auf einen Gewaltbegriff
•    Bestandsaufnahme
•    Analyse von Gewaltursachen
•    Einbezug der Schüler und Eltern
•    Zielgruppenbestimmung (geschlechtsspezifisch, Alter, Kultur)
•    Klare Zielsetzung
•    Klare Maßnahmen/ angemessene zeitnahe Sanktionen
•    Überprüfung der Zielerreichung
•    Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
(Jugendhilfe, Polizei, Wellenbrecher)

 

II Gewaltprävention an der Christophorusschule

Da an unserer Schule auch immer mehr Schüler beschult werden, deren Förderschwerpunkt (neben der geistigen Entwicklung) im Bereich der sozial-emotionalen Entwicklung liegt, ist es notwendig, dass wir uns mit dem Thema "Gewalt" und "Gewaltprävention" auseinandersetzen.

Bisher finden an unser Schule folgende Maßnahmen zur Vorbeugung von bzw. zum Umgang mit Gewalt ihre Anwendung:

1. Schulregeln und verbindliche Maßnahmen
Um Gewalt vorzubeugen, müssen den Schülern klare Grenzen und Regeln aufgezeigt werden. An unserer Schule gibt es verbindliche Schulregeln, an die sich alle halten müssen (LINK). Diese Schulregeln sind von den Schülervertretern (siehe unten: SV) bestimmt worden.
Wenn diese Regeln von einem Schüler nicht eingehalten werden, erfolgen bestimmte Maßnahmen, die von den Lehrpersonen in Zusammenarbeit mit den Schülervertretern festgelegt wurden (LINK; eingehen auf Teilkonferenzen)

2. Schülermitbestimmung
Zu Beginn des Schuljahres wurden in jeder Klasse ein Klassensprecher und ein Vertreter gewählt. Diese Schüler bilden die Schülervertretung (SV). Die SV wählte wiederum zwei Schülersprecher. Einmal monatlich trifft sich die SV, um für die Schule wichtige Themen zu besprechen und gegegebenfalls über Inhalte abzustimmen.

3. Vertrauenslehrerwahl
Die Vertrauenslehrer sind zu Beginn des Schuljahres gewählt worden. Sie bieten einmal wöchentlich eine Sprechstunde an und treffen sich einmal monatlich mit den Schülervertretern.

4. Aktive Pause
Umgestaltung der Pause zur Verringerung von Konflikten während der Hofpause
->mehr Möglichkeiten der Beschäftigung bieten (Pausentonne), Räume als Alternative zur Hofpause (Bällchenbad, Snoezelraum, Airtramp), ab der Oberstufe: Fußballpause auf dem Kleinspielfeld; angedacht: Pausenraum für ältere Schüler.

5. Zielgruppenspezifische Arbeit

Mädchengruppen, Jungengruppen

6. Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern
Polizeisprechstunde, bei schweren Delikten: Strafanzeige (immer in Verbindung mit erzieherischen Maßnahmen), Cool-down, Cool im Konflikt, Wellenbrecher, Tiere als therapeutische Begleiter

7. In Vorbereitung:
Folgende Maßnahmen werden zur Zeit vorbereitet bzw. sind in Planung:
•    Auseinandersetzung mit der Einrichtung eines Trainingsraums (in Anlehnung an das Trainingsraum-Konzept)
•    Fortbildung einzelner Kollegen im Bereich Coolness-Training bzw. Cool-down